DIE INTERNATIONALE KONFERENZ ÜBER PROF. STEFAN ZANKOW (Bericht und Fotos)


vgw18

Autor: Polina Spirova; Dienstag, 25. November, 2008

http://www.dveri.bg/content/view/7728/29/
(Übersetzung aus dem Bulgarischen: Hristo P. Berov)


Am 24. November 2008 in der theologischen Fakultät an der Universität Sofia fand die internationale Konferenz zum Gedenken vom Prof. protopresbyter Stefan Zankow aus Anlass der 120-jährigen Feier der Universität Sofia und 85-jährigen Jubileums der theologischen Fakultät statt.
Die Feier begann mit einem morgigen Gottesdienst in der akademischen Kapelle „Hl. Clement von Ochrid”, an dem auch der Metropolit Neofit von Russe teilnahm. In der Aula der Fakultät eröffnete der Dekan Prof. Dr. Emil Traychev die Konferenz. Er begrüßte die Teilnehmer im Forum und betonte, dass es bislang keine organisierte Feier für Prof. Zankow gegeben hat, des Weiteren bezeichnete der Dekan ihn als "der Begründer der theologischen Wissenschaft in Bulgarien".
Der Heilige Synod der Bulgarischen Orthodoxen Kirche (=BOK) war durch den Metropolit Neofit von Russe, in seiner Funktion als der Vorsitzende der bischöflichen Bildungskommission vertreten. Seine Eminenz wies darauf hin, wie die gute Initiative für die akademische Feier an die großartige Arbeit vom kolossalen Theologen Zankow erinnert. Metropolit Neofit akzentierte auf der Tatsache, dass die Werke von Prof. Zankow nicht nur zu Hause sondern auch im Ausland, und zwar nicht nur unter den Orthodoxen, sondern auch in anderen Konfessionen hoch geschätzt sind. "Viele Prälaten waren von der Persönlichkeit Stefan Zankows respektiert und haben ihn für Beratung als Experte aufgesucht", sagte er. Metropolit Neofit überreichte das Segen Seiner Heiligkeit Patriarch Maxims, wer der Konferenz und den Teilnehmern Erfolg wünschte.
Der erste Vortrag mit dem Thema: "Wesen Einheit der Kirche nach Ansicht von Stefan Zankow” war vom protopresbyter Prof. Dr. Radko Poptodorov.
Danach nahm die Nichte von Prof. Zankow - Prof. Dr. Zanka Zankowa mit einem Referat zum Thema "Entwicklung des Familienrechts“ teil.
Großes Interesse weckte die kurze Präsentation von Prof. Dr. Nicolae Dura (von der Rumänischen Orthodoxen Kirche) wer von Gerichtsbarkeit über die Bischöfe sprach. Er betonte, dass das Episkopat nicht über die Kirche existiert, sondern ebenfalls ein Subjekt des Kirchenrechts darstellt.
Der deutsche Professor Engelbert Groß präsentierte seinen Bericht über "Europa und die Kirche: Wer provoziert wen?", in dem er eine Konzeption für die Präsenz der Kirche in der modernen europäischen Gesellschaft entwickelte. Laut Prof. Groß, braucht Europa heute eine "betende Theologie“, die die unbarmherzige kulturelle Amnesie von Europa konfrontiert. Er rief das „Herausgehen“ der akademischen Theologie aus den Universitätsräumen und ihre Transformation in ein nachhaltiges soziales Wissen aus.
Prof. Eva Synek aus Österreich sprach über die Kirchenstruktur nach Zankow und insbesondere über die Rolle der Laien in der kirchlichen Verwaltung. Prof. Synek teilte mit, dass ihre Erfahrungen über die Statute der orthodoxen Kirchen zeigen, wie in den letzten Jahren sich eine Tendenz zur Einschränkung der Laienpartizipation in den Orthodoxen Kirchen durchsetzt. Sie zeigte als Beispiele die Novellierungen der Kirchenverfassungen von den russischen und rumänischen orthodoxen Kirchen. Ihrer Meinung nach macht die BOK keine Ausnahme in dieser Hinsicht.
Prof. Dr. Galabina Petrova las einen gemeinsamen Vortrag mit Hristo P. Berov, LL.M. und präsentierte einige deutschsprachige Werke von Stefan Zankow. Sie stellte fest, dass fast ein Drittel der veröffentlichten Titeln Zankows in deutscher Sprache verfasst worden waren, einschließlich, dass seine Dissertation aus Zürich eines der Hauptwerke über die BOK für die westeuropäischen Kirchenrechtler bleibt. Des Weiteren betonte sie, dass Zankow als erster bulgarische Theologe an deutschen und schweizerischen Universitäten lehrte.Daraufhin folgten die Berichte von einigen jungen Theologen.
Universitätsassistent Dr. Pavel Pavlov sprach zum Thema: "Die Universität „Hl. Clement von Ochrid” als Stefan Zankow Rektor der Universität (1940-1941) war. Er erzählte über die Aktivitäten vom Rektor Zankow in den Jahren, als die Universität die Studentenzahl deutlich erhöhte, weil sie den neuen bulgarischen Gebieten große Aufmerksamkeit geschenkt hat und, weil die bulgarischen Kirchenmänner aus dieser Zeit auf die Entwicklung der theologischen Wissenschaft geachtet haben.
Priester Universitätsassistent Dobromir Dimitrov aus der Universität in Veliko Tarnovo sprach über "Das Prinzip der sabornost in der Theologie von protopresbyter Zankow in dem er auf die ekklesiologischen Ansichten Zankows akzentierte.
Dr. Jasmina Donkova trug über die "Haltung der staatlichen Behörden zu den Geistlichen in der BOK am Anfang des 20. Jahrhunderts“ vor und analysierte die grundlegenden Prinzipien, die die guten Beziehungen zwischen Staat und Kirche sicherstellen, nämlich die Nichtintervention von Geistlichen in die Politik und von Politikern in die Kirche.
Die abschließende Präsentation wurde vom Doz. Dilyan Nikolchev gehalten: "Haupt oder Vorsteher ist der Patriarch unserer bulgarischen orthodoxen Kirche (nach dem kanonistischen und theologischen Verständnis von Metropolit Simeon von Varna und Veliki Preslav und Prof. protopr. Dr. Stefan Zankow). Die Grundidee des Berichts war, dass der falsch etablierte Name "Haupt der Bulgarisch-Orthodoxe Kirche" als Synonym für Vorsteher nicht dem orthodoxen Ekklesiologie entspricht und darf auf diese Wiese nicht verwendet werden, weder in den wissenschaftlichen Schriften, noch auf Nachrichten-Ebene.
Alle Konferenzberichte werden in einem speziellen Sammelband veröffentlicht.
Die Bibliothekare der Theologischen Fakultät haben eine Ausstellung von Büchern, Studien und Aufsätzen von Prof. Zankow vorbereitet. Sehr interessant war das Buch, in dem der Professor Zankow eigenhändig ein paar Worte unter einem Bild der Kirche in Czernowitz, wo er seine Frau heiratete, gesschrieben hatte. Die Konferenz endete mit einem kurzen Konzert seitens des Chors „Slavyanska Besseda“ und anschließend mit Cocktail. Danach nahmen die Redner und die Besucher an der Prozession von der akademischen Gemeinschaft aus Anlass des Festes vom Hl. Clement teil.


































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